Die Krise des Henrikh Mkhitaryan

Immer wieder liest man es in den sozialen Netzwerken: Fehleinkauf, Chancentod, „Missitaryan“. Dabei handelt es sich um den Königstransfer Henrikh Mkhitaryan, der im Jahr 2013 nach Dortmund wechselte. Schon in der ersten Saison lief es nicht glatt für den armenischen Nationalspieler. Zu viele Chancen hat er liegengelassen, zu viele Fehlpässe hat er gespielt. Das sagen die Fans, doch Jürgen Klopp, sein Trainer, sieht das ganz anders. Er stärkte Mkhitaryan immer den Rücken und betonte immer wieder seine Intelligenz und seinen Spielwitz. Mkhitaryan selbst zweifelte an sich und war in den Interviews immer selbstkritisch und wollte immer mehr. Am Ende der Saison 13/14 versprach er, dass sich nächstes Jahr vieles bessern würde. Er wollte mehr Tore schießen und Assists geben.

Nun läuft die Saison 14/15 und die Situation für Mkhitaryan hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil, sie hat sich sogar verschlechtert. In der laufenden Saison gab es für ihn kein Tor und auch keine direkte Torbeteiligung. Eine magere Ausbeute, wenn man bedenkt, dass er in der letzten Saison 9 Tore und 10 Vorlagen gegeben hat. Trotzdem hält Klopp noch zu seinem Schützling. Er ist begeistert von seinem Defensiv- und Offensivspiel. Auch seine Dribblings und Pässe sind überragend, nur das Tor bleibt „Miki“, wie er in Kreisen genannt wird, verwehrt. Nach dem Championsleagueabend gegen Anderlecht sagte Klopp, dass Mkhitaryan irgendwann doppelt und dreifach treffen würde.
Am 13.12 folgte der nächste Rückschlag. im Spiel gegen Hertha BSC zog sich Mkhitaryan nach einem Distanzschuss einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu und wird voraussichtlich 6 Wochen ausfallen.

Kritiker meinen, dass ihm die Zwangspause gut tun würde, da er sich vom Druck, der auf ihm lastet, erholen kann und seine Kräfte für die Rückrunde sammeln kann. Andere meinen, dass sein Team ihn in einer solchen Situation, in der sich Dortmund befindet, am meisten braucht.

Danyel Knolle-Ayküz

Spiel gegen Portugal am 14.11.2014

Es ist nicht mehr weit, bis das Spiel gegen Portugal beginnt. Ganz Armenien ist euphorisch und freut sich auf das Spiel gegen eine der besten Mannschaften der Welt, die den Weltfußballer Cristiano Ronaldo in ihren Reihen hat. Anders als im Spiel gegen Serbien, kann Armeniens Coach, Bernard Challandes, auf den Star Henrikh Mkhitaryan bauen. Neu im Team ist auch der von Verletzungen geplagte Stürmer Yura Movsisyan. Dazu kommt auch der Außenstürmer Gevorg Ghazaryan und der offensive Mittelfeldspieler David Manoyan. Diese drei waren wichtige Stammspieler und erzielten zusammen über 10 Tore in den letzen Jahren.

Man ist sich nicht sicher, mit welcher Formation Challandes spielen wird. In den letzen Partien war es eine defensive Ausrichtung mit 5 Verteidigern. Das lag aber eher an den mangelnden Optionen in der Offensive. Mit Mkhitaryan & Co wird es wahrscheinlich eine 4-2-3-1-Formation geben: Vorne im Sturm wird der Torjäger Movsisyan stehen. Links: Ghazaryan, rechts: Manucharyan, auf der Spielmacher-Position: Henrikh Mkhitaryan. Auf der Doppel-Sechs: Mkrtchyan, Hovsepyan. Die 4er-Kette bilden die eingespielten Verteidiger Hayrapetian, Haroyan, Arzumanyan und der formstarke Kamo Hovannisian. Im Tor steht der Rekordnationalspieler und zugleich Kapitän Roman Berezovsiy.

Mit einem Sieg wäre Armenien noch im Rennen für die EM-Qualifikation. Bei einer Niederlage müsste man sich ernsthafte Sorgen machen und über einen Trainerwechsel nachdenken.

Danyel Knolle-Akyüz

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